Butterflies in Trouble

Threads to the Butterfly Population

Workshop "Future Climate Changes" from "Day of the Talents 2007"

Unter der Leitung von Prof. Dr. Hartmut Graßl beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Klimawandel. Sie betrachteten die Klimaprobleme aus verschiedenen Perspektiven und erarbeiteten in Kleingruppen Lösungsvorschläge. Ich gebe hier die Ergebnisse der Diskussionsgruppe "Wald und Ernährung" kurz wieder.

Wälder

Der Wald hat für uns eine enorme Bedeutung, denn er ist Hort der biologischen Vielfalt und er speichert Kohlenstoff. Für die Zukunft sehen wir jedoch aufgrund der globalen Erwärmung einer drastischen Verschiebung der Wälder entgegen. Zunächst werden die Bäume und damit auch die Tiere, denen sie Lebensraum bieten, immer weniger an ihren natürlichen Lebensraum angepasst sein und somit schneller krank. So wird zum Beispiel die Fichte immer weiter nach Norden die Berge hinauf gedrängt. Wegen der hohen Geschwindigkeit der Klimaänderung gelingt es den Wäldern jedoch nicht ausreichend schnell mitzuwandern! Sie sind unangepasst. Dieser negative Effekt wird in manchen Ländern durch die Probleme der Überweidung noch verstärkt. Wenn hier nicht in vielen Ländern ein Umdenken innerhalb der Forstwirtschaft vonstatten geht, müssen wir mit noch größeren Schäden an Wäldern und veränderten Landschaften rechnen.

Ernährung

Weil sich auch das Meer erwärmt, werden die Vorkommen von Fischen und Plankton sich verschieben und kalte wie warme Meeresstr&öuml;me sich teilweise stark verlagern. Folglich wird die Fischindustrie in einigen Gebieten zugrunde gehen und in anderen bessere Erträge bekommen. Plankton hat auch als Sauerstoffbilder enorme Bedeutung. So trägt ein Rückgang der Biomasse durch Plankton auf Dauer zur weiteren Anhäufung von Kohlenstoff in der Erdatmosphäre bei.

Da sich wegen Erderwärmung, Extremwetterlagen, dem Einsatz von Pestiziden und Herbiziden die Bodenbeschaffenheit verändert, werden auch die Bauern betroffen sein. Sie werden Kulturpflanzen anbauen müssen, die den höheren Temperaturen standhalten. Man könnte sogenannte C4-Pflanzen verwenden, wie zum Beispiel Mais oder Hirse, die nur halb so viel Wasser verbrauchen wie C3-Pflanzen. So erzielte man bei hohen Temperaturen mehr Ertrag. (Meiner Meinung nach darf jedoch genmanipuliertes Getreide kein Thema sein.) Ein weiteres Problem stellen hierbei die Monokulturen dar, da sie nur wenigen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten.

Naturkatastrophen und Extremwetterlagen werden den Anbau zusätzlich erschweren. Jedoch könnte man bei Hochwasserwetterlagen das Wasser mit Rückhaltebecken auffangen und so das Schlimmste verhindern.

Schädlinge

Die Folgen der Erderwärmung zeigen sich auch in der Überpopulation von Schädlingen, die besonders schwierig zu bekämpfen sind und die Funktion der Ökosysteme bedrohen. Hinzu kommt, dass verstärkt bei uns unekannte Insekten beim Import exotischer Pflanzen eingeschleppt werden, die hier angemessene Lebensbedingungen zur Verbreitung vorfinden und keine natürlichen Feinde haben. Das kann zu einer Überpopulation und eventuell einer Katastrophe in der Landwirtschaft führen.

Energiepflanzen

Die Bauern werden mit den Energiefirmen um ihre Anbauflächen für Getreide konkurrieren. Die Ursache dafür sind Nahrungs- und Energieprobleme. Es wird einen Konkurrenzkampf geben zwischen der Nahrungsmittelindustrie, die die Weltbevölkerung ernähren muss, und den Energiefirmen, die wegen des Rückgangs der Nutzung fossiler Energiequellen aus Klimaschutzgründen über Biogasanlagen, Wind- und Solarenergienutzung den Energiebedarf zu decken suchen. Die Folge dessen wird sein, dass der Preis für Getreideprodukte steigt und viele Bauern ihre landwirtschaftliche Tätigkeit zur Erzeugung von Biogas einsetzen.

Anpassungsmaßnahmen in der Klimapolitik

Die Anstrengungen der Politiker im Bereich der Gesetzgebung um das Thema Kohlenstoff-Emission und erneuerbare Energien sollten vorangetrieben werden. Vor allem sollte die Bev&öuml;lkerung besondere Aufklärung über klimapolitische Fragen erhalten. Das Thema Klimapolitik sollte einen erhöhten Stellenwert im Bereich der schulischen Bildung erhalten, denn junge Menschen gestalten die Zukunft und lösen die Probleme von morgen.

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