Schmetterlinge in Not

Erste Hilfe für bedrohte Arten

Seien Sie willkommen auf meiner Informationsseite über heimische Schmetterlinge. Hier finden Sie Informationen über die Bedrohung der Schmetterlinge und Impulse, was Sie für die Erhaltung der Artenvielfalt von Schmetterlingen in Ihrer Umgebung tun können.

Futterpflanzensuche

Ich bin Katharina Loevenich, 14 Jahre alt und Schülerin des Gymnasiums Nonnenwerth in Remagen. Ich engagiere mich für den Natur- und Artenschutz und habe mich im Bereich Schmetterlinge spezialisiert. Im Februar 2006 habe ich mit meinem Projekt "Schmetterlinge in Not - Erste Hilfe für bedrohte Arten" bei "Jugend forscht" teilgenommen und den vierten Platz belegt. Im Jahr 2006 habe ich mein Engagement für die Schmetterlinge weiter ausgedehnt und die Ergebnisse meiner Forschungsarbeit im März 2007 beim BundesUmweltWettbewerb "Vom Wissen zum Handeln" (www.buw-home.de) eingereicht, um sie dort zu präsentieren. Mittlerweile habe ich Nachricht von der Jury erhalten und den Jurorinnen und Juroren mein Projekt kurz vorgestellt. Daraufhin wurde ich zur Feierstunde eingeladen, wo die Förder-, Sonder- und Hauptpreisträger des BUW I und II geehrt wurden. Die Preisverleihung fand am 21. September im Hahn-Meitner-Institut in Berlin statt. Nach einem Vortrag zum Thema "Solarenergie" wurden von 50 eingegangenen Arbeiten die Gewinner geehrt. Ich war unter ihnen und nahm einen Hauptpreis, gestiftet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, entgegen.

Nach der Preisverleihung

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde ich für Anfang September zum Tag der Talente 2007 eingeladen. Hier hatten cirka 300 Preisträgerinnen und Preisträger aller Wettbewerbe Deutschlands die Möglichkeit, sich mit Experten aus Politik, Bildung und Wissenschaft zu unterhalten.

Beim Bundeswettbewerb

Motiviert von den vielen positiven Rückmeldungen, nahm ich im Februar 2008 am DBU-Wettbewerb "Entdecke die Vielfalt der Natur" teil. Im März 2008 wurde ich dann zur neunten UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt nach Bonn eingeladen, um mein Projekt am 30. Mai 2008 auf der Hauptbühne einem international interessierten Publikum zu präsentieren. Während dieser UN-Naturschutzkonferenz vom 19.-30. Mai 2008 wird die Weltgemeinschaft über Maßnahmen gegen die anhaltende Naturzerstörung beraten, und ich darf dabei sein!

Irgendwann fing alles einmal an...

Im Frühjahr 2005 fielen einigen Bekannten und mir auf, dass die Schmetterlingspopulation in unserem Heimatraum immer geringer wurde. Mir wurde klar, dass ich, wenn ich weiterhin Freude an der Beobachtung dieser Tiere haben wollte, etwas gegen ihr Artensterben unternehmen musste. Ich beschloss eine Rettungsaktion der in meiner Umgebung heimischen Schmetterlingsarten zu starten.

Hierzu informierte ich mich erst einmal über die Biologie der Falter und die Verbreitung der Schmetterlinge in meinem Heimatraum, u. a. indem ich die Metamorphose (Entwicklung) der Tiere in eigens konstruierten Terrarien beobachtete, in einer Versuchsreihe die Reaktionen der Raupen auf verschiedene Umwelteinflüsse und ihre Orientierung in der Umwelt testete und Interviews mit Experten führte. Ich erfuhr, dass viele Arten dieser Insektengruppe auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen und so fragte ich mich nun, warum die Artenvielfalt der Schmetterlinge immer geringer wird. Dies geschieht vor allem, weil ihr Lebensraum durch die zunehmende Siedlungstätigkeit immer mehr eingegrenzt wird und die Nahrungspflanzen der Tiere, die zu einem Großteil zum "Unkraut" zählen, fehlen.

Dadurch, dass ich mit Bekannten und Verwandten über meine Forschungen sprach und merkte, wie wenig die Bevölkerung durchschnittlich über die Bedronhung der Schmetterlinge wusste, erkannte ich schnell, dass meine erste Hilfsmaßnahme die Aufklärung der Bevölkerung war. Deshalb hielt ich einen Vortrag in meiner Klasse, informierte die Besucher des Frühlingsfestes einer Grundschule über Schmetterlinge und ihre Bedrohung und erste Hilfsmaßnahmen zur Rettung bedrohter Schmetterlingsarten in meinem Heimatraum, gestaltete einen Projekttag in einer Grundschule, schrieb einen Artikel für die schuleigene Homepage und ein Wochenblatt und entwickelte ein Faltblatt und diese Website. Hierbei legte ich die Schwerpunkte auf die Bedrohung der Schmetterlinge und Hilfsmaßnahmen zur Erhaltung der Artenvielfalt. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die ich auf diesen Seiten genauer erläutere. Dazu zählen zum Beispiel das Anpflanzen von schmetterlingsfreundlichen Pflanzen, überhaupt das naturfreundliche Gestalten eines Gartens und die weitere Aufklärung der Bevölkerung.

Die Seite entstand, als mein Vater und mein Bruder Johannes mir anboten, mit ihrer Hilfe eine Schmetterlingswebsite zu erstellen, wo ich meine Ergebnisse vorstellen könnte. Ich nahm den Vorschlag dankend an und begann mit großem Interesse eine weitere meiner Hilfsmaßnahmen zu entwickeln. Schon bald war meine ganze Familie angesteckt und es entstanden immer neue Ideen zur Gestaltung der Website.

Aber ohne die Unterstützung einiger besonders netter Menschen hätte ich meine Arbeit mit der Schmetterlingswebsite nicht beenden können. Sie hätten dann an dieser Stelle nur leere Seiten gesehen. Ich bedanke mich herzlich bei den freundlichen Mitarbeitern des Schmetterlingsparks Schloß Sayn, die in mir einen großen Teil des Interesses am Thema geweckt haben, bei Herrn Walter Schön aus Bad Saulgau, für die Bereitstellung einzelner Bilder von seiner Internetsite www.schmetterling-raupe.de, Herrn Thomas Brötz, stellvertretender Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND im Kreis Ahrweiler, Familie Jeroma aus Hennef für Ihr Vertrauen und Ihr Interesse an meiner Arbeit, Frau Dipl. Biol. Stephanie Martin aus Dattenberg (www.freiraum-gartengestaltung) und der Firma Gartengestaltung Richarz aus Bad Honnef. Frau Ursula Windheuser vom Gymnasium Linz und Frau Dr. Thimann-Verhey vom Gymnasium Nonnenwerth haben mir dankenswerterweise bei der Übersetzung der Site ins Englische geholfen. Ganz besonderen Dank schulde ich meiner Biologielehrerin Frau Barbara Knieps, die mich bei meiner Arbeit forderte, ermunterte, mahnte und in jeder Form innerhalb und außerhalb des Schulunterrichts am Gymnasium Nonnenwerth unterstützte und betreute.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre - gleich, was Sie auf diese Seiten geführt hat. Und viel Spaß mit Ihrem Garten. Denken Sie daran: wir leben inmitten der Natur, man muss Sie nur wahrnehmen.

Aktuelles

Schmetterling des Jahres 2008

Der Schmetterling des laufenden Jahres ist der Argusbläuling (Plebeius argus), der seinen Namen von den Argusaugen auf den Flügeln hat. Die Art wurde von der Naturschutzstiftung des Nordrhein-Westfälischen BUND-Landesverbandes und vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ausgewählt, weil sie an Heidelandschaften, Hochmoore und Magerrasen angepasst ist, die jedoch bedroht sind und immer seltener werden. Der Argusbläuling wird auch Geißkleebläuling genannt und wurde als bedrohte Art in der Roten Liste in Deutschland als gefährdet eingestuft.

 
 
 
 
 
 
 

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